Die Gattung Cephalanthera

Der Name leitet sich von cephal-: Kopf; anthera: Staubbeutel (ein Verweis auf die Kugelform der Staubbeutel) ab.

Die Blätter stehen wechselständig am aufrichten, unverzweigten Stängel. Die Blüten öffnen sich nur teilweise. Gerade bei C. damasonium findet man selten aufgeblühte Blüten vor.

Die Arten der Gattung Cephalanthera bieten im sehr kurzen Sporn keinen Nektar an. Der hintere Teil des Labellums (das sogenannte Hypochil) ist konkav und besitzt zwei Seitenlappen die die Säule umhüllen.
Der vordere Abschnitt (das sogenannte Epichil) erscheint sehr stabil und variiert unter den Arten von eiförmig-elliptisch über stumpf zu spitz. Auf der Oberseite besitzt das Epichil drei bis sieben Längslamellen.

Einigen Arten die selbsbestäubend sind, hilft das herabklappbare Staubblatt. Die Narbe ist konkav und gerundet, ohne ausdifferenziertes Rostellum.

Die Gattung Cephalanthera ist in Deutschand durch drei Arten vertreten.
Cephalanthera damasonium | Weißes Waldvögelein
Cephalanthera longifolia | Schwertblättriges Waldvögelein
Cephalanthera rubra | Rotes Waldvögelein