Cephalanthera damasonium | Weißes Waldvögelein

// Blütezeit:

Mai bis Juni

// Beschreibung:

Die Pflanze wird bis zu 60 cm hoch und ist bis zum Blütenstand mit breiten Blättern versehen. Die unteren Blätter sind hierbei wesentlich länger und breiter als die oberen. Die weißen bis elfenbeinfarbenen Blüten bleiben meist geschlossen. Finden sich doch einmal geöffnete Blüten, so zeigt sich am unteren Rand des Labellums ein deutlich gelber Rand, welcher wohl das Vorhandensein von Nektar vortäuscht.

// Verwechslungsmöglichkeiten:

Alle drei in Deutschland vorkommenden Cephalanthera-Arten finden sich auch in Unterfranken. Verwechslungsgefahr besteht hauptsächlich mit C. longifolia, die sich anhand einiger Merkmale unterscheiden lässt. Da die Blüte an sich sehr ähnlich ist, müssen zur Bestimmung andere Merkmale dienen.

Die Blätter von C. longifolia haben ein sehr sattes, intensives Grün und stehen meist gegenständig steif nach oben. C. damasonium ist etwas blasser, und die breiteren Blätter stehen gerade im unteren Bereich bei weitem nicht so stramm. Wie oben schon beschrieben, bleiben die Blüten von C. damasonium meist geschlossen. C. longifolia ist zwar auch eher zurückhaltend bezüglich der Blütenöffnung, aber man wird sie größtenteils halb geöffnet vorfinden. Zudem zeigen die Blüten von C. damasonium deutlich nach oben, während die von C. longifolia fast im 90-Grad-Winkel zum Stängel stehen.

Die dritte Cephalanthera Art – C. rubra – unterscheidet sich schon durch die rosa-violetten Blüten von den beiden anderen Arten, so dass keine Verwechslungsgefahr besteht.

// C. damasonium und ich:

Schön ist es schon, das Waldvögelein. Aber auch sehr scheu, selten findet man die Blüten geöffnet vor. Seine bevorzugten Standorte im Wald machen es als Fotomotiv auch eher zu einem schwierigeren Fall. 2012 konnte ich jedenfalls keine zufriedenstellenden Fotos schießen.

// C. damasonium 2012:

Die Standorte im Wald gehe ich auf meinen Erkundungstouren nicht so oft an, von daher fällt es mir schwer, eine verwertbare Aussage über die Bestände von 2012 zu tätigen. Ich hatte aber das Gefühl, dass an nahezu jedem Waldrand einige der weißen Blüten zu sehen waren.