30.06.2013 – Isarauen

Am vorigen Tag hatten wir einen ordentlichen Marsch hinter uns gebracht, so dass wir am Sonntag zu nicht viel mehr in der Lage waren, als ein wunderbares Biotop in den Isarauen zu besuchen.

Das Wetter war uns einigermaßen gnädig, so dass ich auch einen Bestäuber bei der Arbeit ablichten konnte. Erstaunlich in dem Biotop ist der Artenreichtum und auch die Zusammensetzung der Arten: So steht dort schon mal O. insectifera, neben E. palustris.

Viel Spaß mit den Bildern

Epipactis palustris | Sumpf-Stendelwurz
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E. palustris und O. insectifera
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Gymnadenia conopsea | Mücken-Händelwurz (mit Bestäuber)
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Gymnadenia conopsea | Mücken-Händelwurz (Weiße Form)
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Dactylorhiza fuchsii | Fuchs’ Fingerwurz
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29.06.2013 – Exkursion Taubenstein, Jägerkamp, Stockeralm

Mal wieder fand ich mich zwecks Orchideenexkursion am Schliersee ein. An diesem Tag sollte es aber nicht zu den im Tal gelegenen Standorten gehen, sondern wir wollten uns die “alpinen” Arten anschauen.

Mit der Gondel ging es hoch auf den Taubenstein, von dort über die Jägerkamp zurück zur Stockeralm. Beim Ausstieg aus der Gondel wurden wir noch von Sonnenschein empfangen, aber es zog relativ schnell zu und der Abstieg erfolgte komplett im Regen.
Für mich erstaunlich war, wie weit doch die Orchideenwelt über 1500 m den Vorkommen im Tal “nachhängt”. So blühten überall die Orchis mascula ssp. speciosa Die Gymnadenien waren größtenteils noch knospend, wie auch D. fuchsii und N. ustulata. Weiter unten auf der Stockeralm waren die Gymnadenien teilweise schon am Verblühen und N. ustulata stand in voller Blüte.

Am besten zeigen es die Bilder, weshalb ich mir weitere Ausführungen verkneife und Euch dem anschaulichen Teil überlasse.

Nigritella nigra ssp. austriaca | Schwarzes Kohlröschen, Österreichische Unterart
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Nigritella nigra ssp. rhellicani | Schwarzes Kohlröschen, Rhellicanus’ Unterart (nur knospend)
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Nigritella rubra | Rotes Kohlröschen
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Nigritella rubra | Rotes Kohlröschen
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Dactylorhiza viridis | Grüne Hohlzunge
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Orchis mascula ssp. speciosa | Männliches Knabenkraut (Im Hintergrund T. globosa)
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Pseudorchis albida | Weiße Höswurz
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Neotinea ustulata | Brand-Knabenkraut (über 1500 m noch konspend)
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Neottia cordata | Kleines Zweiblatt
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Neottia cordata | Kleines Zweiblattcordata_2
Gymnadenia odoratissima | Wohlriechende Händelwurz
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Gymnadenia conopsea | Mücken-Händelwurz (Mit Baumweißling als Bestäuber)
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Gymnadenia conopsea var. albia | Mücken-Händelwurz (Weißblütige Form)
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Neotinea ustulata | Brand-Knabenkraut (auf ca. 850 m in Vollblüte)
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Nachlese – Exkursion Schliersee/Tegernsee – Rätselraten

Zum Abschluss der Exkursionsberichterstattung noch zwei Pflanzen, die ich nicht bestimmen kann. Für Hilfe wäre ich sehr dankbar (bitte einfach im Gästebuch posten).

Bei der ersten Pflanze handelt es sich ganz sicher um eine Dactylorhiza. Die Blüte ist allerdings, wie die Laubblätter auch, gänzlich ungezeichnet. Die Pflanze steht sehr feucht und ist ca. 15 cm hoch. Im Umfeld kommen D. lapponica, D. majalis und D. fuchsii vor.

Dactylorhiza spec.

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Das zweite Rätsel bereitet mir nachhaltig schlaflose Nächte. Ich bin eigentlich eher zurückhaltend, was intergenerische Hybride angeht. Allerdings bin ich hier versucht, die Pflanze als irgendwo zwischen Orchis/Anacamptis x Dactylorhiza einzuordnen. Gerne lasse ich mich aber eines besseren belehren.

Die Blüte ähnelt in ihrer Größe und ob der weit ausgebreiteten Lippe stark der von Anacamptis palustris (obgleich die Anacamptis-typische Dreiteilung fehlt). Der leicht nach unten gerichtete Sporn ist dagegen eine Anleihe an Dactylorhiza. Die Laubblätter stehen gegenständig, sind ungezeichnet und laufen relativ spitz zu.

Im Umfeld konnte ich nur D. incarnata, D. ochroleuca und verblühte D. majalis finden. Allerdings ist dieser Befund durch das gewaltige Hochwasser evtl. gegenstandslos: Das Gelände muss bis kurze Zeit vor unserem Besuch tief überflutet gewesen sein. Wer weiß, was dort unter anderen Umständen – bzw. in einigen Tagen – wächst?

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16.06.2013 – Exkursion Schliersee/Tegernsee Tag 2

Auch am zweiten Tag unserer Exkursion fanden wir uns um kurz nach 7 Uhr in knöcheltiefem Wasser in einem Moor. Die Sonne heizte uns schon in den Morgenstunden von strahlend blauem Himmel aus mächtig ein. Bemerkenswert war das Vorkommen von D. traunsteineri, Traunsteiners-Fingerwurz, geschätzt – wer hätte sie zählen wollen – blühten dort mindestens 1000 Pflanzen. Der Anblick war schlicht unfassbar.

Gegen Mittag wechselten wir unseren Standort und begaben uns an die Isar, um in deren Auen speziell nach dem sehr seltenen Wanzen-Knabenkraut zu suchen. Was soll ich sagen … wir waren erfolgreich. Am Standort fanden wir mehrere Hundert Pflanzen in voller Blüte. Außerdem konnten wir einige Bestäuber bei der Arbeit beobachten. Die ganze Szenerie war atemberaubend schön.

Viel Spass mit den Bildern.

Dactylorhiza traunsteineri | Traunsteiners Fingerwurz

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Dactylorhiza incarnata var. ochrantha (?)

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D. incarnata x D. ochroleuca

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D. incarnata x D. traunsteineri

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D. fuchsii x D. traunsteineri

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D. ochroleuca x D. traunsteineri

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Herminium monorchis | Honigorchis

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Gymnadenia odoratissima | Wohlriechende Händelwurz

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Anacamptis coriophora | Wanzen-Knabenkraut

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15.06.2013 – Exkursion Schliersee/Tegernsee Tag 1

Das Wochenende 15/16.06.2013 hatten mein Bruder und ich auserkoren, um uns an zwei Tagen ausschließlich der Orchideenwelt der Regionen Bayerisches Oberland und Chiemgau zu widmen.

Vom Moor über Alm- und hochalpine Wiesen bis zum Trockenrasen finden sich hier nahezu alle Biotoparten, die das Herz eines Orchideenliebhabers höher schlagen lassen.

Da die Orchideensaison bisher relativ spektakulär verläuft, erhofften wir uns natürlich einige schöne Funde. Der Artenreichtum, den wir am Ende vorfanden hat uns aber dennoch mehr als einfach nur überrascht. In einigen Biotopen war die schiere Anzahl und Pracht an blühenden Orchideen so groß, dass es uns vor Staunen die Sprache verschlug.

Ich möchte mit einigen Bilder versuchen, einen Eindruck von dem zu vermitteln, was wir alles gefunden haben.

Am Samstag starteten wir so in den Tag, dass wir schon um kurz vor 7 Uhr knöcheltief in der „Brühe“ eines Moores standen. Im Anschluss besuchten wir bei strahlendem Sonnenschein einige Almwiesen. Alle im Folgenden gezeigten Bilder entstanden an diesem Tag.

Bereits am Parkplatz erwartete uns diese Fuchs-Fingerwurz
Dactylorhiza fuchsii | Fuchs’ Fingerwurz

Dactylorhiza fuchsii | Fuchs-Fingerwurz

Anacamptis palustris | Sumpf-Knabenkraut

palustris

Liparis loeselii | Sumpf-Glanzkraut

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Platanthera bifolia | Zweiblättrige Waldhyazinthe

Platanthera bifolia | Zweiblättrige Waldhyazinthe

P. bifolia x P. chlorantha

P. bifolia x P. chlorantha | Waldhyazinte Hybrid

Gymnadenia conopsea | Mücken-Händelwurz

Gymnadenia conopsea | Mücken-Händelwurz

D. fuchsii x D. lapponica

D. fuchsii x D. lapponica | Fingerwurz Hybrid

Dactylorhiza incarnata | Fleischfarbene Fingerwurz

Dactylorhiza incarnata | Fleischfarbene Fingerwurz

Dactylorhiza ochroleuca | Strohgelbe Fingerwurz

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Dactylorhiza traunsteineri | Traunsteiners Fingerwurz

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Dactylorhiza lapponica | Lappländische Fingerwurz

Dactylorhiza lapponica | Lappländische Fingerwurz

Dactylorhiza majalis | Breitblättrige Fingerwurz

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Dactylorhiza viridis | Grüne Hohlzunge

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Orchis mascula ssp. speciosa | Männliches Knabenkraut, prächtige Unterart

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Traunsteinera globosa | Kugelorchis

Traunsteinera globosa | Kugelorchis

Cephalanthera longifolia | Schwertblättriges Waldvögelein

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Neotinea ustulata | Brand-Knabenkraut

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maldiesmaldas im neuen Gewand

Einige Tage hat es gedauert, bis wieder Ordnung auf der Webseite herrschte. Somit ist zumindest der programmiertechnische Teil im Großen und Ganzen erledigt, einige Kleinigkeiten fehlen noch, aber die Grundfunktionalität der Webseite ist wieder hergestellt.

Die meisten Bilder wurden neu erstellt und mit Beschreibungen versehen.
Die Artenbeschreibungen werde ich noch überarbeiten und ergänzen.
Die Gattungsbeschreibungen werden gänzlich neu erstellt und auch eine nach der anderen hinzugefügt.
Im Blog wird es Berichte von Exkursionen oder Artikel zum Thema geben.
Im Bereich Makros möchte ich Euch die schönsten Fotos zeigen, die mir auf den Exkursionen so gelingen.

Lob und Kritik könnt Ihr gerne im Gästebuch posten: Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen.

Euer Flo

Seitenumbau

Es ist Ende Mai und ich weiß nicht was mich geritten hat, aber ich bin aktuell dabei, die komplette Webseite umzubauen. Wahrscheinlich ist das schlechte Wetter schuld und ich brauche dringend eine Beschäftigung.

Da ich die Seite quasi am offenen Herzen umprogrammiere und umstrukturiere, ist es aktuell ein wenig chaotisch. Ich hoffe, dass meine lieben Besucher ein wenig Geduld haben und mir noch ein paar Tage gönnen, um wieder Ordnung in die “Orchideen” zu bringen. Aktuell gibt es auch kaum Bilder zu sehen, die werden neu ausgewählt und bearbeitet.

Ich plane die Gattungsbeschreibungen wesentlich umfangreicher zu gestalten, ebenso die Beschreibungen der Arten. Im neu geschaffenen Bereich “blog” möchte ich Euch über meine Exkursionen informieren und dort auch die jeweiligen Fotos zeigen. Da ich quasi jedes Wochenende unterwegs bin, wird es hier öfter was neues zu lesen geben.

Wenn alles klappt wie geplant, werde ich auch ein facebookprofil verknüpfen und dort immer über neue Inhalte auf der Website informieren.

So, genug geschrieben, jetzt geht es wieder an die Arbeit. Im nächsten Beitrag kann ich hoffentlich Vollzug melden.

Euer Flo

Das Orchideenjahr 2012

Gefühlt ist das Jahr 2012 auf Grund der geringen Niederschlagsmengen zu Beginn des Jahres ein eher “schlechtes” Jahr für die Orchideen gewesen. Viele Arten konnten an bekannten Standorten nicht blühend angetroffen werden. Die Populationsdichte war größtenteils auch recht dürftig.

Natürlich können auch andere Gründe als nur die Witterung für dieses schwache Gesamtbild gesorgt haben. Allerdings würde ich an den meisten Standorten die üblichen Verdächtigen (Stickstoffeintrag, Trittschäden, Ausgraben …) ausschließen und ganz klar die Trockenheit als Übeltäter identifizieren.

Einige wenige Arten haben sich aber tapfer geschlagen und so war z.B. in Thüngersheim die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) an nahezu allen Standorten in großer Zahl und mit teilweise stattlichen, großen Pflanzen anzutreffen. Der von mir besuchte Standort des Frauenschuh (Cypripedium calceolus) bei Retzbach konnte ebenso mit reichlich Exemplaren begeistern.

Andere Arten wie z.B. die Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) haben es hingegen gar nicht zur Blüte geschafft. Ich konnte bei Böttigheim nur zwei vollkommen verkrüppelte Exemplare finden.